karriere & business

freelance designer: die harte wahrheit

spoiler: es ist kein traum-lifestyle

freelance klingt nach freiheit. morgens ausschlafen, am strand arbeiten, nur projekte die spaß machen. die realität? komplizierter.

freelance ist business. kein hobby. du bist designer, sales, buchhaltung und support in einer person. bereit dafür?

was gut ist

  • flexible arbeitszeiten
  • projektauswahl (später)
  • höherer stundensatz möglich
  • vielfältige aufgaben

was hart ist

  • kein festes gehalt
  • selbst akquise betreiben
  • kein urlaub = kein geld
  • allein verantwortlich

preise festlegen ohne panik

berechne deine kosten: miete, versicherung, software, steuern. addiere gewünschtes gehalt. teile durch arbeitsbare stunden (nicht 40/woche – realistisch eher 25).

dann mindestens 30% buffer drauf. das ist dein mindeststundensatz. darunter arbeitest du für nichts.

simple formel

(kosten + gehalt) / arbeitsstunden × 1.3 = stundensatz

anfänger 40-60€, erfahrene 80-150€, experten 150€+

kunden finden

start mit netzwerk. alte kollegen, bekannte, linkedin. direkter kontakt > plattformen wie fiverr (zu anfang ok, langfristig zu wenig).

baue reputation auf. jeder zufriedene kunde bringt 2-3 neue durch empfehlungen. qualität schlägt quantität.

erste projekte unter wert? geht klar für portfolio-aufbau. aber maximal 3-5 projekte, dann normal kalkulieren.

verträge sind pflicht

nie ohne vertrag arbeiten. scope, deadline, preis, zahlungsbedingungen – alles schriftlich. templates online finden, von anwalt prüfen lassen.

anzahlung verlangen. 30-50% vor projektstart. schützt dich vor zahlungsausfällen.

typische anfängerfehler

zu billig arbeiten aus angst keine kunden zu finden

scope creep akzeptieren ("nur noch eine kleine änderung")

keine klaren kommunikationsregeln setzen

nicht nein sagen können bei schlechten projekten